Franken im Sturm erobert

Mein Arbeitgeber schließt über Karneval den Laden. Jedes Jahr muss ich den Rosenmontag und den Karnevalsdienstag frei nehmen. Da wir keine Karnevalsjecken sind, hatten wir beschlossen, vier Tage in Bad Windsheim zu verbringen. Samstags morgens ging es los. Die Autobahn war in holländischer Hand. Ich glaube, das komplette Land muss leer gewesen sein, denn so viele Einwohner hat Holland doch gar nicht. Wir kamen relativ gut durch und erreichten Bad Windsheim zum Mittag. Kurzerhand wurden unsere Klamotten im Hotel deponiert und wir fuhren in die Landwehr Brauerei, in der wir das Wochenende davor schon sehr gut gegessen hatten. Auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht.

Nach dem Essen und dem Gassi gehen ging es aufs Zimmer und wir ruhten uns etwas aus. Anschließend besuchten wir unsere geliebte Franken-Therme. Das Hotel, in dem wir die Tage verbrachten, ist ein Steinwurf von der Therme entfernt. Am Abend gingen wir unserem neuen Hobby nach: die Serie Vikings. Nach einer ruhigen Nacht gingen wir morgens zum Frühstück. Das Hotel hat einen kleinen Speisesaal, in dem ein Frühstücksbuffet angeboten wird. Die Auswahl ist komplett ausreichend. Wir erkundeten vormittags die Umgebung, das heißt wir fuhren mit dem Auto ziellos umher. Dabei kamen wir in das kleine Örtchen Burgbernheim, welches mittelalterlich süß ist. Ein Stück weiter, in einem kleinen Ort, gab es ein kleines Schloss, welches aber leider geschlossen war. Heike konnte es nicht lassen, neugierig unter der verschlossenen Tür hindurch zu spinksen. Ja, so ist sie.

Früher Nachmittag war dann wieder die Therme angesagt. Dort lösten wir unseren Gutschein ein und aßen dort lecker zu Mittag. Die Therme ist der Hit! Müde nach dem Thermen lagen wir abends auf dem Bett und wir schauten wieder Vikings. Am Montag überlegten wir uns nach Nürnberg zu fahren. Wir hatten am Frühstückstisch im Radio gehört, dass der Karnevalszug schon sonntags durch die Stadt ging. Ich schaute im Internet nach, und las, dass es am Montag einen Kinderkarnevalsumzug geben sollte. Und genau darauf hatten wir ja keinen Bock, denn wir sind vor dem Kölner Karneval abgehauen. Ich rief in Nürnberg bei der Information an, und fragte, welche Stadtteile oder Straßen wegen des Umzuges gesperrt werden. Die Dame am Telefon war etwas verwundert über diese Frage. Sie sagte, wir könnten nach Nürnberg kommen und wir würden diesen Umzug gar nicht mitbekommen. Nachdem ich ihr sagte, dass wir aus Köln kommen, und bei uns ganze Stadtteile für Kinderumzüge gesperrt werden, lachte sie und sagte, dass es in Nürnberg nicht so sei. Also fuhren wir guter Dinge in die 70 km entfernte Stadt. Dort gingen wir im Sturm durch die City und schauten uns die Läden an.

Natürlich durfte der Weg zur Burg nicht fehlen. Oben auf der Burg angekommen, musste ich den Hund und Heike festhalten, damit sie nicht über Nürnberg schwebten. Es war nicht windig, sondern es stürmte.

Nachdem wir fränkisch gegessen haben, bei McDonald’s, fuhren wir zum Zeppelinfeld. Vorher schauten wir uns das Nürnberger Stadion von außen an. Schalke und Nürnberg pflegen seit vielen Jahren eine intensive Fanfreundschaft. Freunde besucht man gerne, auch wenn es “nur das Stadion” ist.

Das Zeppelinfeld ist eine Hinterlassenschaft der Nazis.

Mit den gesammelten Eindrücken setzen wir uns wieder in unsere 250 PS Rennmaschine und fuhren zu McDonald’s. Heike hatte einfach nur Blöcke darauf, sich ein Eis hinter die Binde zu kippen. Na gut, diese Qual habe ich dann auch über mich ergehen lassen mit einem eigenen Eis. Mit einem kühlen Bauch fuhren wir zum Trainingsgelände vom 1.FC Nürnberg. Dort schaute ich mir das kleine Museum an

und stattete den Fanshop ein Besuch ab.

Der obligatorische Fanfreundschaftschal für 15 € hängt nun bei uns zu Hause.

Und jetzt kam wieder das Special meiner Frau: bei der Kälte hatte sie noch einmal Böcke auf ein Eis. Also fuhren wieder zu McDonald’s. Mit eisigen Sommergefühlen kehrten wir zurück in das Hotel. Die vielen Eindrücke machten einen doch ganz schön platt. Was macht man, wenn man platt ist? Na logisch, man geht in die Therme. Und das machten wir. Der dritte Thermentag in Folge hatte ein nicht ganz so schönes Ende. Der Aufenthalt in den warmen Becken hatte zur Folge, dass ich Wadenschmerzen bekam. Also raus aus dem warmen Becken. Wir gingen direkt nach draußen und wollten durch ein Kneippbecken waten. Ich bekam einen Stich in die Wade und musste sofort das Becken verlassen. Also raus aus der Therme, in das Hotel und schauten dort Vikings. So waren die Schmerzen erträglich. Wie später diagnostiziert wurde, ist eine eine unangenehme Venenentzündung. Ausgerechnet im Urlaub … Am Dienstag wollten wir eigentlich auch in die Therme gehen, hatten das aber wegen der schmerzenden Wade gecancelt. Nach dem ausgedehnten Frühstück brachten wir unsere Sachen ins Auto und fuhren in Richtung Heimat. Es war ein wunderschönes Wochenende mit einer tollen und wunderschönen Frau, mit meiner Heike! Als krönenden Abschluss eines wunderschönen Wochenendes schauten wir uns abends Vikings an. Innerhalb von zwei Monaten waren wir sage und schreibe drei Mal in Bad Windsheim und nutzten die Therme exzessiv …

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