Ostern 2019

In der Karfreitag Woche musste ich Urlaub nehmen, denn mein Arbeitgeber machte diese Woche die Türen dicht. Da wir jeden Urlaubstag on Tour sind, stellte sich im Vorfeld die Frage, wo fahren wir hin. Da wir absolute Frankreich Fans sind, war es eigentlich direkt klar, dass wir nach Frankreich fahren. Die Idee, in das schöne Allgäu zu fahren, wurde ganzschnell wieder verworfen. Mitte April im Allgäu: das könnte eine Schnee-Reise werden, und das wollten wir nicht. Also wurde schnell klar, dass es Südfrankreich (Mittelmeer) wird. Meine Idee war, mit Heikes Connect dorthin zu fahren. Heike war sofort skeptisch, ob ich das auch ernst meinen würde. Ja, ich meinte das ernst. In einem Kombi zu schlafen, ist eine Herausforderung, zumal wir nicht die kleinsten Menschen sind, aber auch nicht die dickesten. Unsere Rieke, der süßeste Hund der Welt, ist natürlich auch dabei. Ich fahre seit 1995 mit dem Wohnmobil durch die Gegend. Das ist eine lange Zeit. Man genießt auch den Platz, den das Wohnmobil uns bietet. Und jetzt in diese kleine „Dackelgarage“?  Das ist natürlich eine absolute Herausforderung. Und genau deswegen war Heike auch sehr skeptisch, ob ich das ernst meinen würde. Heike hat mit Minimalismus keine Probleme. Ich dagegen muss ganz schöne gedankliche Einschränkungen machen. Aber genau diese Herausforderung wollte ich haben. Zudem kommt der nützliche Aspekt, dass wir über die Maut-Autobahn fahren. Mit einem PKW ist es um einiges günstiger und wir kommen auch schneller voran. Zudem kann man mit dem PKW auch in Städte fahren oder man kommt problemlos an Orte, die mit dem Wohnmobil nicht so einfach zu befahren sind. Ja, gesagt, getan. Nach einer minimalen Vorbereitung waren die Ziele definiert. Ich würde sagen, es war eigentlich genau andersrum. Wir hatten Ziele definiert und passten jetzt das Fahrzeug den Zielen an. Das erste Ziel sollte Carcassonne sein, und dann über Andorra ein kleines Stück durch Spanien und an das französische Mittelmeer. Die Route war für die kurze Zeit sehr sportlich. Mit dem Wohnmobil ist man doch eher gemütlich unterwegs. Der Weg ist das Ziel. Aber ich bin eher jemand, der etwas länger am Stück fährt, um das Ziel dann doch schnell zu erreichen. Außerdem sollte die Reise für mich persönlich auch ein Stück Erfahrung sein, wie es mit dem Thema Wohnmobil in Zukunft für uns weitergehen soll. Die Masse an neuen Wohnmobilen in Deutschland ist für mich kein schönes Thema. Früher konnte man zu einem Wohnmobilstellplatz fahren und musste keine Angst haben, dass man dort keinen Platz mehr bekommt. Heute sind die Wohnmobilstellplätze, die in der Nähe von Ballungszentren wie Köln und das Ruhrgebiet sind, sehr schnell bis Freitagnachmittag überfüllt. Mir ist es ein Graus, wenn ich ganz eng neben anderen Wohnmobilen stehen muss. Das geht an meiner persönlichen Freiheit vorbei. Vor einiger Zeit entstand der Gedanke, dass ich einen Ford Transit Custom PKW temporär umbauen möchte, um dieser Wohnmobilmasse zu entgehen. Mit einem Transit kann man auch irgendwo im Freien stehen, ohne dass man direkt auffällt. Zudem ist er schneller beladen, man erreicht ein Ziel schneller, man ist beweglicher, und vor allen Dingen habe ich gemerkt, dass ich dieses Luxusreisen eines Wohnmobile gar nicht mehr so brauche wie früher. Aber jetzt schweife ich ab, erst einmal war die Woche in der Dackelgarage Thema.

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