Ostern 2019 – Tag 4

Auch diese Nacht war sehr ruhig. Morgens setzten wir uns dick eingepackt in die Sonne und frühstückten. Es waren wieder 7°.

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Vormittags erholten wir uns etwas, nachmittags schnappten wir uns Rieke und sind lange spazieren gegangen. Wir schauten uns Rustique an und wanderten durch die Felder.

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Als wir wieder zum Kombi kamen, meinte Heike, sie hätte Bock auf ein

lecker Weinchen. Wir wollten aber nicht das Auto dazu nutzen, denn in anderthalb Kilometer gab es ein Intermarché. Da wir leider nur an der Straße lang marschieren konnten, ließen wir den Hund im Auto. So konnten wir auch mal zusammen in den Markt gehen und dort etwas bummeln. Wir arbeiteten die Einkaufsliste kurz ab, aber zwei Probleme blieben. Rieke hatte sich eine Zecke eingefangen, aber die Zeckenzange hatten wir zu Hause vergessen. Der Google Übersetzer ist wirklich eine feine Sache, wenn denn der Gegenüber das auch versteht, was Google übersetzt. Ich nahm das Handy und lies das Wort “Zeckenzange” übersetzen. Damit ging ich zu einem Verkäufer und zeigte ihm das Übersetzte. Er lächelte, nickte und bat mich, mit ihm mitzukommen. Mit einem Lächeln zeigte er mir Wäscheklammern. Ich schüttelte mit dem Kopf und machte ihm klar, dass ich keine Wäscheklammern wollte. Mein französisch ist genauso gut wie mein chinesisch. Also war die Lösung, ihm die Zeckenzange schauspielerisch zu erklären. Ich sagte ihm, dass ich ein Hund sei und mit der rechten Hand simulierte ich das laufen eines Tieres auf meinem rechten Arm. Mit einem schmatzenden Geräusch versuchte ich ihm zu erklären, wie die Zecke sich in der Haut verbeißt und Blut saugt. Das Gesicht des Verkäufers hätte ich am besten fotografieren sollen. Er verstand logischerweise gar nichts. Wir beide grinsten uns an und ich stand kurz vor der Aufgabe. Da kam eine Kundin dazu, die den ganzen Spaß gesehen hatte, und sprach mich auf Englisch an, was ich denn wollte. Ich erklärte ihr das und sie sagte, dass es Zeckenzangen nur in Apotheken geben würde. Da war ich schon einen Schritt weiter. Das zweite Problem war, dass wir Spiritus für unseren Spirituskocher benötigen. Eine Reserveflasche ist gut, aber zwei Reserveflaschen sind besser. Ich suchte die nette Französin, die mir mit der Zeckenzange half, und fragte, ob sie mir Spiritus zeigen könne. Es gab die verschiedensten Sorten, die aber eher nach Reinigungsalkohol aussahen. Vorsichtshalber nahm ich keine Flasche mit, denn ich fotografierte mit der Übersetzungs-App von Google das Typenschild. Die Übersetzung war auch ganz gut, konnte aber von den Inhaltsstoffen alles sein… Auf die Idee kam ich übrigens nicht, dem Verkäufer ein Foto von der Zeckenzange zu zeigen. Manchmal steht man wirklich auf der Bremse. Nach diesen lustigen Erlebnissen gingen wir wieder zurück zum Campingplatz. Der Abend war gerettet: Heike hatte ihr Weinchen und ich wiederum mein Bierchen. Wir haben abends lange auf dem Bett gesessen und nach draußen geschaut. Es machte uns richtig Spaß, on Tour zu sein.

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