Ostern 2019 – Tag 5

In dieser Nacht hatten wir nicht so gut geschlafen. Es regnete und zudem standen wir unter einem Baum, von dem dicke Tropfen auf das Dach tropften. Das war so laut wie Bombeneinschläge. Auch morgens regnete es. Alles das, was wir draußen machten und benutzten, wurde nass. So konnten wir keinen Kaffee kochen. Da kam uns die glorreiche Idee, den

Kocher vor das Badehaus unter das Dach zu stellen, und dort den Kaffee zu kochen. Gesagt, getan.

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Unter dem Schutz des Daches schmierten wir unser Frühstück und tranken dort den Kaffee. Zwischenzeitlich fuhr ich das Auto in die Nähe des Waschhauses, um nicht ständig durch den Regen laufen zu müssen, um etwas zu holen.

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Nachdem wir uns duschten und den Campingplatz bezahlten, fuhren wir in Richtung Andorra. Wir waren noch nie in diesem Land. Ein Hopperpoint sozusagen. In Andorra kamen wir durch ein Skigebiet, in dem noch sehr viel Schnee lag. Die Aussicht war echt der Hammer.

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Durch die Kürze des Urlaubs hatten wir keine Zeit, uns das Land ausführlich anzuschauen. Aber eines durften wir nicht vergessen: das Tanken! Der Diesel kostete 1,06 € pro Liter. In Andorra wollten wir nicht schlafen, denn es war einfach zu kalt. Das Ziel war, etwas nach Spanien rein zu fahren und dort ein Schlafplatz zu suchen. Und jetzt kam die Idee von Heike: lass uns doch nach Barcelona fahren. Nach Barcelona? Ja, nach Barcelona! Okay! Dann machen wir es so. Solche Situationen sind bei uns normal. Es kann sein, dass wir die Richtung Süden planen und in Richtung Norden fahren. Aber genau das macht es ja aus. Das Reisen in einem Camper. Wir fuhren in einem Dorf ein Wohnmobilstellplatz an, aber der gefiel uns nicht. Kurzerhand schauten wir nach einem Campingplatz in der Nähe, der uns für eine Nacht aufnehmen sollte.

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Und wir hatten in der Tat Glück. Der Campingplatz hatte für diese Nacht noch einen Platz frei. Es war ein gemütlicher kleiner Campingplatz.

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Der Betreiber konnte sehr gut Englisch sprechen. Durch ihn erfuhren wir, das Ostern in Spanien sehr stark gefeiert wird, in Frankreich ist Ostern eher zweitrangig. Er sagte uns, dass es in Spanien schwer werden würde, so kurz vor Ostern überhaupt irgendwo einen Platz zu bekommen. Die Spanier nutzen die Tage, um zu reisen und um Ostern zu zelebrieren. Okay, das wussten wir nicht, da wir uns zum Thema Spanien nicht vorbereiteten. Der Campingplatz lag circa 90 km vor Barcelona. Unser Hunger war riesig groß, da wir fast den ganzen Tag nichts aßen. Lustigerweise kauften wir im Supermarkt Tüten mit Paella. Wir saßen also in Spanien und kochten Paella, besser geht es nicht.

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